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MICHAELA SPIEGEL
INSTITUT FÜR HEIL & SONDERPÄDAGOGIK
ZWEIGSTELLE OST
 
18. März bis 30. Mai 2009

 

“Female Facets” Livre de Chevet, 2004-2008, 5 Video Portraits, 45 Filmstills Tintenstrahldruck auf Büttenpapier, Auflage 3 + 2 AP

Ab dem 17. März 2009 zeigt die Galerie Steinek in einem repräsentativen Überblick eine Einzelausstellung von Michaela Spiegel unter dem Titel «Institut für Heil&Sonderpädagogik- Zweigstelle Ost».
 
Arbeiten aus diversen Werkgruppen und Epochen ermöglichen den Nachvollzug des starken und effizienten Dialoges zwischen Malerei, plastischen Objekten, Videoarbeiten und dem graphischen Werk.

Die zum ersten Mal in Österreich vorgeführte Videoreihe « FEMALE FACETS » (entstanden 2005 bis 2008)  besteht aus 5 Studien von weniger bekannten Persönlichkeitsaspekten historischer Frauenfiguren wie zum Beispiel Anna Freud oder Alma Mahler. Diese Arbeiten beeindrucken durch die Verknüpfung historisch dokumentierter Anekdoten und expressionistischen videographischen Inszenierungen.

Neben den Frauenportraits, sei es in digitaler Form als auch im malerischen Sinn – „Halbseidenmalerei“ (Öl auf Seidendamast) aus der Serie „SALON REVOLUZZZION“ - werden auch « SPRECHENDE HÄUSER» gezeigt. Seit zehn Jahren fotografiert Michaela Spiegel Architektur als eigenständige Körper (so entstand 2000 die Einzelausstellung « HOTEL ANGST »). Die jüngsten, schwarzweiß überarbeiteten Fotografien zeigen den Ort der Sesshaftigkeit, der Festlegung, der sozialen Darstellung, aber auch des Privaten.

Hinter der extremen Vielfalt ihres Schaffens bleibt Michaela Spiegel einem einzigen Ziel treu: der permanenten Dekonstruktion des vereinbarten Diskurses über Identität, insbesondere weibliche Identität.
 
Die Begriffe « Heilpädagogik » und « Sonderpädagogik » gehen auf das 19. Jahrhundert zurück, als ein zweibändiges Werk « Die Heilpädagogik mit besonderer Berücksichtigung der Idiotie und der Idiotenanstalten » veröffentlicht wurde.